Sport macht Spaß und hält fit

Was ist der richtige Sport für mich? Probiere am besten erst einmal verschiedene Sportarten aus, bevor du dich für einen Kurs, hier Ballett, anmeldest.

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Wichtig ist es, den richtigen Kurs zu finden – Schnupperstunden geben einen ersten Eindruck

Soll ich wirklich zum Fußball-Training gehen, so wie Papa? Oder mit dem großen Bruder zum Tennis? Sich für eine Sportart zu entscheiden, ist nicht so einfach. Wir haben Tipps, wie du die richtige für dich findest.

Es gibt so viele verschiedene Sportarten! Doch wie findest du die, die zu dir passt? Der Fachmann Ingo Froböse meint, zuerst müssen Kinder sich drehen, hüpfen, springen und hangeln können. „Es wäre Quatsch, vorher mit einer Sportart anzufangen“, sagt Herr Froböse. Er ist Professor an einer Sportuniversität in Köln. „Wer all das beherrscht, kann auch Fußball oder Eishockey spielen“, sagt er.

Ferien-Sportcamp
Und wenn du aber noch nicht weißt, was du machen willst, dann rät er: „Probiere ganz viele unterschiedliche Dinge aus.“ Frag am besten deine Eltern nach einem Sportverein oder Turnverein in der Nähe. Die haben meist verschiedene Angebote. Zum Beispiel Kinderturnen oder Leichtathletik. Auch Schwimmen ist super, wenn du mit Sport anfangen willst. Oder du gehst mal in ein Ferien-Sportcamp. So kannst Du rausfinden, worin du richtig gut bist.

Dort kannst du an ein paar Vormittagen oder Nachmittagen gucken, ob der Sport dir gefällt. Es gibt Ferien-Sportcamps in vielen Arten: Fußball, Basketball, Handball, Tennis und vieles mehr.

Auch das Kinderturnen ist ein guter Anfang, um verschiedene Geräte und Materialien auszuprobieren. So eine Sporthalle hat einiges zu bieten. Nicht nur große Turnmatten für Purzelbäume, sondern auch Sprossenwände oder Kletterseile.

Beim Turnen muss man sich konzentrieren und manchmal auch seine Angst überwinden. Deshalb ist es auch eine gute Grundlage für alle anderen Sportarten. Viele Vereine bieten Schnupperstunden dafür an. Man muss sich also nicht direkt anmelden und Geld bezahlen.

Dabei kannst du auch mit Gleichaltrigen spielen. Dazu kommt noch ein Vorteil: „Gerade beim Spielen lernt man, auch mal zu verlieren und Regeln zu akzeptieren“, sagt Herr Froböse.

Frühestens ab sechs bis acht Jahren könnte man sich auf zwei Sportarten konzentrieren. So empfehlen es die Experten. Wer älter ist als zehn Jahre, kann sich dann auf eine Sportart festlegen.

Bis dahin weißt du dann schon, ob du gut mit einem Ball umgehen kannst. Oder ob du eher ein Läufer bist. Vielleicht ist es dir auch wichtiger, mit anderen zusammen zu spielen – in einer Mannschaft.

Lust „Das wichtigste ist die Lust an der Bewegung“, sagt Herr Froböse. Deshalb sollten nicht Mama und Papa entscheiden, sondern du selbst.

Wenn dir eine Sportart keinen Spaß macht, ist das kein Problem. Dann überleg einmal, warum es dir keinen Spaß macht. Kannst du etwas verbessern oder ändern?

Wenn nicht, dann kannst du einfach eine andere Sportart ausprobieren. Wichtig ist, dass du beobachtest, ob du alle Bewegungen gut mitmachen kannst – und, ob es Spaß macht. Wenn du die Regeln nicht gleich verstehst, ist das nicht schlimm. Die Regeln lernst du dann, wenn du dich für den Sport entschieden hast.

Ob Tischtennis, Karate oder Reiten, es gibt viele Möglichkeiten. Hör dich auch bei Freunden um, was sie gerne machen – und was ihnen daran nicht so gut gefällt oder eben besonders gut gefällt.