Mit Zoodles werden Kinder zu Gemüsefans

Grüne Nudeln und ganz viel Gemüse: Wenn die Pasta so gesund und lecker ist, haben Eltern und Kinder Spaß.

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ERNÄHRUNG Es sieht aus wie Pasta. Doch was auf dem Teller appetitlich wie Spaghetti drapiert ist, sind keine Nudeln aus Getreide. Zoodles heißen die Gemüsenudeln, angelehnt an das englische Wort „noodles“ (Nudeln) kombiniert mit einem „Z“ für Zucchini. Wobei nicht nur Zoodles aus Zucchini schmecken. „Gemüsenudeln lassen sich auch aus Möhren, Rettich, Kürbis, Kohlrabi, Süßkartoffeln oder Knollensellerie zubereiten“, erklärt Gabriele Kaufmann vom Bundeszentrum für Ernährung in Bonn.

Die Streifen aus Gemüse ersetzen die klassische Pasta. Mit viel weniger Kalorien als die Getreidevariante sind sie vor allem für Figurbewusste eine ideale Mahlzeit. Doch Zoodles können nicht nur Kalorien sparen: „Viele wollen auf diese Weise ihren Kindern Gemüse schmackhaft machen“, erklärt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED). So werden unter eine Portion klassische Spaghetti einfach Zucchinistreifen gemengt. Was auch für Gemüse-Pasta spricht: Sie ist reich an Mineral- und Nährstoffen. In Zucchini etwa sind Kalzium, Magnesium und Eisen, aber auch Vitamine. Kalzium ist verantwortlich für die Reizübertragung in Nervenzellen und die Blutgerinnung. Zusammen mit Magnesium spielt es auch für gesunde Knochen und Muskeln eine große Rolle. Eisen ist für das Blut wichtig, Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte.

Spiralschneider Die Herstellung von Zoodles ist einfach. Dazu werden Zucchinis gewaschen, jeweils Strunk und das vordere Ende werden abgeschnitten. Mit einem Spiralschneider werden dann lange Streifen aus den Zucchini hergestellt. „Das kann in Form von Spaghetti oder auch in Form beispielsweise von Tagliatelle, also breitere Bandnudeln sein“, erläutert Kaufmann. Ein bisschen Übung und Fingerspitzengefühl sind allerdings nötig. Zu große Gemüseteile können mit dem Spiralschneider nicht geschnitten werden. „Sind die Stücke zu schmal, dann reißt das Gemüse schnell auseinander“, sagt Margret Morlo. Wer zum ersten Mal Zoodles herstellt und noch keinen Spiralschneider hat, kann auch mit einem Sparschäler anfangen.

Rezepte Gegessen werden können Zoodles gekocht oder roh. Rezepte gibt es zahlreich. Pfiffig sieht laut Ebermann etwa ein Gurkensalat aus, bei dem die Gurke mit einem Spiralschneider in Streifen geschnitten wurde. Sollen Gemüsenudeln aus Süßkartoffeln oder Kürbis kalt gegessen werden, dann sollten sie kurz in kochendem Salzwasser blanchiert werden. „So sind sie auch für Magenempfindliche besser verträglich“, sagt Gabriele Kaufmann. Es sei möglich, geschnittenes Gemüse einzufrieren, am besten portionsweise. „Vor dem Einfrieren sollte es aber, auch um unerwünschte Keime abzutöten, besser kurz blanchiert werden.“ Damit bleiben die Farbe des Gemüses, aber auch die Vitamine erhalten.

Von Sabine Meuter, dpa