Die digitale Familie: Teil 3

Die Medienerziehung

Wie lernen Kinder den Umgang mit digitalen Medien? In der Schule steht Medienkompetenz noch nicht fest auf dem Unterrichtsplan, sodass die Medienerziehung vor allem Aufgabe der Eltern ist.

Doch können Eltern dieser Rolle überhaupt gerecht werden? Immerhin schätzen 31% der Eltern ihre Medienerziehungskompetenz selbst als „sehr gut“ ein, 57% als „etwas“ vorhanden. Nur 13% gaben an, „weniger“ bzw. „gar kein“ Wissen zu besitzen. 

Regeln zur Mediennutzung sollen Kindern grenzen setzen - Unterschiede beim Medienangebot

Beim Schauen von Serien und Filmen scheinen Eltern aktuell den höchsten Einschränkungsbedarf zu sehen, was (digitale) Medien betrifft. 70% der Drei- bis Fünfjährigen sollen sich hierbei an Regeln halten sowie 76% der Sechs- bis Elfjährigen. Auffällig: Die Smartphone-Nutzung ist im Vergleich zu audiovisuellen Inhalten und digitalen Spielen mit weniger Regeln behaftet. Für 6- bis 11-jährige Kinder stellen hier 42% der Eltern Regeln auf, bei den 12- bis 19-Jährigen sind es 10% weniger. Und das, obwohl 97% dieser Altersgruppe ein eigenes Smartphone besitzen. Beim Vergleich der Altersgruppen fällt auf, dass Kinder zwischen sechs und elf Jahren am häufigsten mit Regeln konfrontiert werden, sowohl hinsichtlich der Mediennutzung als auch im Allgemeinen. Auf Platz Eins der Regeln im Familienleben steht übrigens das Zubettgehen – über 90% der Kinder bis elf Jahre haben eine fest vereinbarte Schlafenszeit.

Digitale Familie – eine Grafik von kartenmacherei.de

 

Die Durchsetzung der Regeln funktioniert nicht immer

Besonders strikt werden Regeln angewendet, die das Besuchen von Internetseiten betreffen. Drei Viertel der Eltern geben an, dass dies erfolgreich ist. Was die Nutzungsdauer digitaler Spiele betrifft, haben Eltern es schwerer - hier funktioniert die Durchsetzung nur zu 49%.

Weitere Infos zum Einfluss der Digitalisierung auf das Familienleben gibt es auf kartenmacherei.de