7 sinnvolle Versicherungen

Sieben sorgen für optimalen Schutz


Im Verkehr sind Kinder bis zum Alter von zehn Jahren deliktunfähig. Erst danach müssen Eltern für Schäden aufkommen.

neue Lebenssituation - neue Versicherungen? 

Plötzlich ist alles anders. Wenn ein Kind geboren wird und aus einem Paar Eltern werden, ändert sich das ganze Leben. Der kleine Mensch stellt nicht nur Schlafzeiten auf den Kopf, er wirbelt auch sonst alles durcheinander. Auch ganz praktische Sachen verändern sich, zum Beispiel der Versicherungsschutz. Wer Kinder hat, sollte auf jeden Fall sein Portfolio überprüfen. „Jede neue Lebenssituation bringt in der Regel auch einen entsprechenden Vorsorgebedarf mit sich. Deshalb ist es unbedingt notwendig, Versicherungen an die neue Lebenssituation anpassen“, rät das Verbraucherportal des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Dachorganisation von 450 privaten Versicherern in Deutschland listet unter www.dieversicherer.de sieben Versicherungen auf, die für Familien sinnvoll sind.

Haftpflichtversicherung: Wer anderen schadet, muss die Konsequenzen tragen. Deshalb steht die Privathaftpflicht für Familien ganz oben auf der Liste. Kommen die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nach, sind Kinder in den ersten sieben Jahren, im Verkehr sogar bis zehn Jahre, nicht deliktfähig, können also nicht belangt werden. Trotzdem sollte die eigene Police bei der Geburt angepasst werden. Kinder sind über die Eltern bis zum Ende der ersten Ausbildung versichert.

Risikolebensversicherung: Damit sind Hinterbliebene im Todesfall abgesichert. Die Versicherung ist vor allem für den Hauptverdiener in der Familie wichtig – fällt er aus, kann das den Ruin bedeuten. Schon mit günstigen monatlichen Beiträgen könne ein hoher Schutz aufgebaut werden, erklärt der GDV.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Jeder vierte Arbeitnehmer wird laut Statistik berufsunfähig, bevor er das Rentenalter erreicht. Fällt ein Einkommen dauerhaft aus, kann es für die Familie schnell klamm im Geldbeutel werden. Der GDV rät deshalb, sich beim Abschluss einer monatlichen Berufsunfähigkeitsrente am eigenen Nettoeinkommen zu orientieren und eventuell eine Dynamik zu vereinbaren.

Unfallversicherung: 60 Prozent aller Unfälle mit Kindern ereignen sich zu Hause. Eine Unfallversicherung sorgt dafür, dass der Unfall nicht zum finanziellen Risiko wird. Die Versicherung der Kinder übernimmt beispielsweise bei einer unfallbedingten Behinderung den Hausumbau, außerdem gibt es die Möglichkeit einer Rente für Kinder. Auch Eltern brauchen eine Unfallversicherung, die einspringt, wenn der Verdiener plötzlich ausfällt.

Altersvorsorge: Viele Eltern sorgen für das Alter vor. Wegen der Kinderzulage setzen viele Familien dabei auf die Riesterrente. Für jedes Kind gibt es 300 Euro Zuschuss jährlich. Diejenigen, die vor dem 1. Januar 2008 geboren wurden, werden mit jeweils 185 Euro gefördert.

Wohngebäudeversicherung für Hausbesitzer: Wer in den eigenen vier Wänden lebt, braucht eine Wohngebäudeversicherung. Sonst ist im Schadensfall, zum Beispiel bei einem Brand, schnell die ganze Existenz bedroht.

Hausratversicherung: Wenn es brennt oder stürmt, wenn Einbrecher kommen oder ein Blitz einschlägt, ersetzt diese Versicherung in der Regel bewegliche Gegenstände im Haus. Also den Rasenmäher in der Garage ebenso wie das Werkzeug im Keller, aber auch Bücher, Spielzeug, Kleidung oder Computer. Wer seine Fahrräder mitversichern will, muss das extra abschließen. Dasselbe gilt für Gefahren durch Hochwasser oder Starkregen.

Von unserer Redakteurin Tanja Ochs